Unsere Forderungen

an Netto in Essen

Wir Kolleginnen und Kollegen bei Netto in Essen möchten eine gute Arbeit machen. Wir wollen zufriedene Kunden und ein gutes Arbeitsklima. Wir wollen, dass die Filiale steht.

Wir reiben uns auf zwischen den Ansprüchen unserer Kunden und den nicht umsetzbaren Vorgaben der Geschäftsleitung. Wir schaffen die Arbeit oft nur bei ständiger Hetze und Dauerbelastung. Wir können unsere Pausen nicht nehmen. Wir müssen regelmäßig vor und nach unserer regulären Arbeitszeit weiter arbeiten – oft ohne, dass diese Zeit bezahlt wird. Viele von uns schieben Überstunden vor sich her, von denen wir nicht wissen, wann wir sie jemals ab bauen können.

Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar. Er macht viele von uns krank. Die Belastungsgrenze ist erreicht und vielfach überschritten.

Es gibt Netto-interne Vorgaben, in denen geregelt wird, wie viele Arbeitsstunden einer Filiale bei einem bestimmten Umsatz zustehen. Z.B.:

60.000 € Umsatz in der Woche = 217 Stunden
75.000 € Umsatz in der Woche = 251 Stunden
85.000 € Umsatz in der Woche = 280 Stunden

Nach Netto-eigener Vorgabe darf keine Filiale unter 180 Stunden pro Woche gefahren werden. Dies ist das Stundenminimum unabhängig vom Umsatz. Permanent werden in vielen Filialen selbst diese Stundenvorgaben auf unsere Kosten unterlaufen.

Uns im Handel wird eine hohe Leistung abgefordert, die wir täglich in unseren Filialen erbringen. Wir erwarten jedoch auch von unserer Geschäftsleitung, dass sie Arbeitsbedingungen schafft, die uns nicht krank machen! Wir erwarten, dass wir genügend – bezahlte – Stunden bekommen, um unsere Arbeit erledigen zu können.

Deshalb fordern wir:

  1. Offenlegung und Einhaltung der Netto-eigenen Stundenvorgaben. Diese dürfen nicht unterschritten werden. Zusätzlich müssen die Stundenvorgaben für zusätzliche Tätigkeiten (z.B. Kleben des Diebstahlschutzes, Pfandrückgabe, Aktionsware, längere Öffnungszeiten) einsehbar sein und verbindlich für alle Filialen gelten.

  2. Als zweiten Schritt fordern wir eine realistische Überprüfung des wirklichen Zeit- und Stundenbedarfs in den Filialen. Hierfür erwarten wir, dass zusammen mit uns Beschäftigten der tatsächliche Stundenaufwand für die Tätigkeiten in der Filiale erfasst und zur Grundlage der Stundenvorgaben in den Filialen gemacht wird.

Keine Einträge.
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